New PDF release: Anatomische Anekdoten

By Helmut Wicht

ISBN-10: 3798518971

ISBN-13: 9783798518971

Selbst wenn Sie dieses B?chlein weder kaufen noch lesen: Seinem Gegenstand, der Anatomie, entgehen Sie nicht, denn Sie haben eine. Ohne K?rper geht's n?mlich nicht. Und selbst wenn Sie glauben, dass Sie die K?rperwelten kennen, sie wom?glich schon in Ausstellungen bestaunten oder gar in H?rs?len vorgetragen bekamen, dann kennen Sie den Gegenstand dieser Sammlung noch immer nicht. Hier weht n?mlich der Geist der Anatomie, und der hat sich leider aus manchem H?rsaal verfl?chtigt. Zugegeben: Ein mitunter widerborstiger Geist, akademisch altmodisch bebrillt, wie der Sch?del auf dem Umschlagbild. Ein Geist, der sich in mitunter respektlosem Ton seinen Gegenst?nden n?hert. Nein, dies ist kein Anatomielehrbuch. Sie m?ssen auch gar nichts von Anatomie verstehen, um es lesen zu k?nnen. Sollten Sie aber etwas von ihr verstehen, dann haben Sie hoffentlich umso mehr Spa? an manch schr?ger Perspektive auf allerlei Anatomisches. Um der Lekt?re des Buches nicht ?berdr?ssig zu werden, sollten Sie zweierlei mitbringen. Erstens das Verm?gen, Vergn?gen zu empfinden, wenn Geist und Sprache Volten schlagen. Zweitens das Verm?gen, kreuz und quer zu lesen. Denn es sind lauter einzelne Geschichten, und die besten stehen stets weiter hinten. Ein Verm?gen m?ssen Sie daf?r nicht aufbringen: Es kostet ja nicht die Welt. Doch wenn Buch und Leser zusammenpassen, k?nnte es Ihnen eine er?ffnen.

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Dass dieses böse Bonmot nicht zu den Lieblingszitaten der Hirnforscher, damals wie heute, zählt, ist ohne Weiteres nachvollziehbar. “ Wie despektierlich mutet da der Vergleich zur Niere an. Das Hirn, eine „Gedankendrüse“? Niemals! Oder doch? Unsere Gehirne – Teile davon zumindest – sind eben auch Drüsen, und zwar ganz klassische: Es gibt Hirnregionen, die voll von Zellen sind, die Hormone ins Blut abgeben. Die Anatomen bezeichnen diese als endokrine (nach innen abscheidende) Drüsen, im Gegensatz zu exokrinen (nach außen abscheidenden), wie etwa Schweiß- oder Tränendrüsen.

Die Neurulation aber unterbleibt. Die Anlage des zentralen Nervensystems bleibt als Platte offen liegen, die schützenden Knochen können nicht drum herum wachsen: Es fehlen das Schädeldach und die dornigen, rückwärtsgerichteten Knochenvorsprünge der Wirbelsäule. Der Anencephalus mit offen liegendem Rückenmark ist die ausgeprägteste Form der Fehlentwicklung des Nervensystems, doch, wie immer bei den Missbildungen: es existiert ein Kontinuum, es gibt Abstufungen, weshalb es vorkommen kann, dass am Kopf alles gut geht und lediglich im Bereich des Rückenmarks die Bildung des Neuralrohres unterbleibt: Das nennt man dann einen offenen Spaltrücken (Spina bifida aperta).

Andererseits muss ich zugeben, dass die Annahme, der Mensch habe keine Seele, bei der Betrachtung von Historie und Gegenwart des Menschengeschlechts auch nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Insbesondere die Behauptung eines „spiritus rationalis“ könnte eine zu kühne These sein. Ach, ist das alles voller Galle. Deren Existenz wird übrigens von niemandem angezweifelt, sogar von Gerßdorff bildet die Gallenblase am rechten Ort gleich unter der Leber ab. Trösten wir uns also mit gallebitteren Bemerkungen, wenn uns schon die zuckersüßen Verlockungen der schönen Psyche verwehrt bleiben.

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Anatomische Anekdoten by Helmut Wicht


by James
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